Versicherung verlangt einen Kostenvoranschlag: So bekommen Sie ihn ohne Werkstatt
„Bitte reichen Sie einen Kostenvoranschlag ein": Mit diesem Satz beginnt bei Geräteschäden fast jede Regulierung, ob Haftpflicht, Hausrat oder Geräteversicherung. Das Problem: Viele Werkstätten erstellen für Fremdgeräte keine Kostenvoranschläge mehr, Termine dauern Wochen, und die Frist der Versicherung läuft. Hier steht, was der KVA enthalten muss und wie Sie ihn ohne Werkstatt-Odyssee bekommen.
Warum die Versicherung den KVA will
Die Versicherung reguliert nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip: Sie zahlt die Reparatur, wenn sie sich lohnt, sonst den Zeitwert. Dafür braucht sie eine belastbare Zahl, was die Reparatur kosten würde. Der Kostenvoranschlag liefert genau diese Zahl, aufgeschlüsselt nach Ersatzteil und Arbeitszeit, und dient gleichzeitig als Beleg, dass der gemeldete Schaden plausibel ist.
Diese Anforderungen muss der KVA erfüllen
- Schriftlich und nachvollziehbar: Gerät, Schadensbild, Positionen für Ersatzteil und Arbeit, Gesamtsumme.
- Aussteller erkennbar: Wer den KVA erstellt hat, mit Datum und Methodik.
- Aktuell: Ein KVA aus dem Vorjahr überzeugt niemanden; er sollte zum gemeldeten Schaden gehören.
- Zum Schaden passend: Das Schadensbild im KVA muss zum gemeldeten Hergang passen, sonst fragt der Sachbearbeiter nach.
Was NICHT verlangt wird, außer es steht ausdrücklich im Anschreiben: ein bestimmter Aussteller, ein Werkstattstempel aus Ihrer Stadt oder eine Begutachtung des Geräts. Details im Ratgeber Was muss im Kostenvoranschlag stehen?
Der Werkstatt-Weg: theoretisch richtig, praktisch zäh
Der klassische Rat lautet: Gerät zur Werkstatt bringen. Real erleben Betroffene drei Hürden. Erstens nehmen viele Betriebe Fremdgeräte für reine KVA-Erstellung nicht mehr an, weil sich der Aufwand nicht lohnt. Zweitens kosten Diagnose und KVA dort eine Pauschale, die oft erst bei Reparatur verrechnet wird. Drittens dauert es: Termin, Diagnose, Papier, gern zwei bis vier Wochen, während die Versicherung eine Frist von 14 Tagen gesetzt hat. Bei Großgeräten kommt der Transport dazu.
Der Online-Weg: KVA nach Aktenlage
Unser versicherungstauglicher Kostenvoranschlag entsteht nach Aktenlage: Sie schildern Gerät und Schadensbild, wir kalkulieren die Reparaturkosten aus über 1.300 realen Serviceaufträgen unseres Reparaturnetzwerks und liefern ein einreichfertiges PDF mit allen Pflichtangaben. Zwei Varianten: Basis für 25 € (werktags binnen 48 Stunden) oder Sofort für 35 € (in der Regel wenige Minuten). Das Dokument weist transparent aus, dass es nach Aktenlage erstellt wurde und Ihre Angaben als Angaben des Auftraggebers gekennzeichnet sind; für die Regulierung zählt die nachvollziehbare Herleitung. Wird es aus formalen Gründen zurückgewiesen, greift die Geld-zurück-Garantie.
Frist läuft ab? So reagieren Sie richtig
Wenn die Frist der Versicherung nicht zu halten ist, schreiben Sie kurz und formlos, dass der Kostenvoranschlag beauftragt ist, und bitten um zwei Wochen Verlängerung; das wird praktisch immer gewährt. Besser ist, die Frist gar nicht erst reißen zu lassen: Mit der Sofort-Variante liegt der KVA meist am selben Tag im Postfach, den Sie dann direkt an die Versicherung weiterleiten können.
Wenn sich die Reparatur nicht lohnt
Ergibt die Kalkulation, dass die Reparaturkosten den Zeitwert übersteigen, braucht die Versicherung statt des KVA einen Totalschaden-Nachweis, denn dann reguliert sie zum Zeitwert. In dem Fall sagen wir Ihnen das ehrlich und Sie sind mit der Totalschaden-Bescheinigung richtig; bereits Gezahltes wird angerechnet. Welche Konstellation welches Dokument braucht, sortiert der Ratgeber Welches Dokument braucht meine Versicherung?
Häufige Fragen
Muss der Kostenvoranschlag von einer Werkstatt vor Ort kommen? +
Wie schnell muss ich den Kostenvoranschlag einreichen? +
Was darf ein Kostenvoranschlag kosten? +
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